Ein neuer Job, eine Weltreise, ein Studium oder ein vielleicht unangenehmer anderer Grund: Sie werden die Firma bald verlassen. Wir helfen Ihnen, den Schlussspurt erfolgreich zu meistern, damit dem neuen Lebensabschnitt nichts mehr im Weg steht.
Nicht blau machen
Manchmal ist die letzte Arbeitswoche aufgrund einer Vorgeschichte etwas kompliziert und angespannt. Mit dem Chef hat man sich gezofft, der Anblick der Mitarbeiter lässt die Haare schneller ergrauen oder die Motivation ist so wenig vorhanden, wie Chicken Nuggets in einem vegetarischen Restaurant. Da wäre es doch eine überaus schlaue Idee, sich vor der Situation zu drücken und krankzufeiern? Machen Sie das bitte nicht (ausser natürlich, Sie sind wirklich krank). Was im ersten Moment vielleicht verlockend klingt, wird zu einem späteren Zeitpunkt unter Umständen bereut. Ihre Glaubwürdigkeit leidet, der Inhalt Ihres Arbeitszeugnisses wird vielleicht negativ beeinflusst und sie können nur schwer mit dem alten Job abschliessen. Deswegen: durchhalten!
Keine bösen Worte
Sie haben sich entschieden, den Plan mit dem Krankschreiben auf Eis zu legen. Gut gemacht. Auch wenn Sie vielleicht genervt von Ihrem Team oder der ganzen Situation sind, es ist jetzt definitiv der falsche Zeitpunkt den Kollegen zu sagen, dass sie ihr Geschirr gefälligst selbst abwaschen sollen. Oder dass Ihr Chef ein Parfüm benützt, das als Betäubungsmittel eingesetzt werden kann. Verhalten Sie sich professionell, lächeln Sie und denken Sie meinetwegen die ganzen Schimpfwörter, welche Sie am liebsten äussern würden. Aber wirklich nur denken! Polarisieren Sie nicht in Ihrer letzten Arbeitswoche und verlassen Sie die Firma mit erhobenem Haupt und ohne schlechtes Gerede.
Schreiben Sie eine Abschieds-Mail
Wie Ihr Weggang kommuniziert wird, ist von Firma zu Firma verschieden. Formulieren Sie jedoch am besten schon frühzeitig ein paar nette Worte (keine Parfüm Tipps an den Chef bitte), je nach Situation die Gründe, wieso Sie die Firma verlassen und eine Einladung zu einem Abschiedsapéro. So sind alle informiert und ein peinliches «ach, du verlässt die Firma?!» wird vermieden.
Eigentum zurückgeben
Ganz klar, der schnittige Firmenlaptop würde hervorragend in Ihr Büro Zuhause passen. Auch ein neues Handy wäre wieder einmal angebracht und Ihr Bücherregal sieht nicht so intellektuell aus, ohne die dicken Nachschlagewerke, welche von der Firma ausgeborgt wurde. Doch keine Chance, denn alles ist Firmeneigentum und muss selbstverständlich zurückgegeben werden. Häufig lässt sich auch im Arbeitsvertrag eine entsprechende Formulierung finden. Übrigens: Auch der handelsübliche Kugelschreiber, mit dem man so schöne Unterschriften hinkriegt, sollte besser an Ort und Stelle bleiben – sicher ist sicher.
Aufräumen
Grossputz ist angesagt. Hinterlassen Sie Ihren Arbeitsplatz so, wie Sie ihn gerne selbst vorfinden würden. Die Flecken vom letztjährlichen Kaffee putzen Sie weg, der meterhohe Stapel Altpapier wird entsorgt und Ihre persönliche Teesammlung wird entweder gespendet oder mit nach Hause genommen. Vor allem langjährige Mitarbeiter bunkern über die Zeit viel (Schrott) an. Zeit sich davon zu lösen. Und nein, an dem winkenden China-Kätzchen wird sich Ihre Nachfolgerin bestimmt nicht erfreuen. Weg damit!
Apéro organisieren
Ein Apéro lässt die Herzen vieler Angestellter höherschlagen. Neuigkeiten austauschen, etwas Leckeres essen und zusammen anstossen, sowas macht man als Team meist viel zu selten. Bereiten Sie sich und Ihrem Team die Freude und organisieren Sie einen kleinen Apéro. Natürlich ist es schön, wenn Sie edle Weine, aufwändige Gebäcke und zeitintensive Naschereien auftischen. Aber denken Sie daran, der Anlass ist keine königliche Hochzeit, sondern Ihr zeitnaher Weggang. Nichts gegen Sie. Für Kochfaule und Gestresste eignen sich auch Häppchen aus dem Supermarkt hervorragend. Es geht um die Geste und die Möglichkeit, sich richtig zu verabschieden.
Persönlich verabschieden
Vor allem in grösseren Teams ist es häufig nicht möglich, dass alle Mitglieder an einem Apéro teilnehmen können. Besuchen Sie deswegen frühzeitig die betreffenden Personen, um sich persönlich zu verabschieden. Auch wenn das Verhältnis nicht das beste war, es ist eine Frage des Anstandes. Tauschen Sie ein paar nette Worte aus und verabschieden Sie sich. Auch wenn es nur ein unbeholfener Handschlag ist.
Mit diesen Tipps überlassen wir Sie Ihrem neuen Lebensabschnitt.
Tipp: Falls Sie die Firma unfreiwillig verlassen und auf der Suche nach einer neuen Herausforderung sind, stöbern Sie doch auf 100000jobs.ch durch die Vielzahl an passenden Stellen. Viel Erfolg!